Etwa alle drei bis vier Tage stehe vor meinem Kleiderschrank und denke mir: Oh je, ich hab nichts anzuziehen. Dann schweift mein Blick über die Stangen voller Bügel, die gefalteten Kleiderstapel und die gefüllten Schubladen und ich frage mich, wie ich aus all diesen Einzelteilen jemals ein akzeptables Outfit zusammenstellen konnte. Der Gedanke ist natürlich totaler Blödsinn, denn jedes Teil in diesem Schrank habe ich schon mal hochzufrieden vom Laden nach Hause getragen, um es am nächsten Tag stolz der Welt zu präsentieren. Wieso werden Teile, über deren Kauf wir uns einst gefreut haben, irgendwann zum Ladenhüter im eigenen Kleiderschrank? Mit diesen fünf Tipps werdet ihr euren Kleiderschrank wieder neu entdecken.

 

1. Einzelstücke betrachten: Stellt euch nicht vor den geöffneten Kleiderschrank und lasst euren Blick über die Masse an Kleidern schweifen. Schaut euch lieber jedes Teil einzeln an. Geht eure Kleidung Stück für Stück durch, erinnert euch daran, wie ihr das jeweilige Teil zuletzt kombiniert habt, wann ihr euch besonders wohl darin gefühlt habt und wozu es passen könnte.

 

2. Das Neu-gekauft-Gefühl: Erinnert euch an den Moment zurück, als ihr das Teil gekauft habt. War es einfach nur ein billiger Schnäppchenkauf oder habt ihr euch damals genau in dieses eine Teil verliebt? Was auch immer der Grund gewesen ist, ihr habt eure neue Errungenschaft mit Sicherheit voller Freude nach Hause getragen und konntet es kaum erwarten, endlich hineinzuschlüpfen. Gelingt es euch, dieses Neu-gekauft-Gefühl auch bei älteren Teilen wieder heraufzubeschwören?

 

3. Ein Kleidungsstück festlegen: Nehmt euch ein beliebiges Teil aus dem Schrank und legt es als Basis eures nächsten Outfits fest. Kreiert dann einen Look um dieses Teil. Überlegt euch, was ihr dazu anziehen könntet, und erwägt auch Kleidungsstücke, die ihr damit noch nie kombiniert habt. Zum Beispiel ein Spitzenkleid mit einem lässigen Oversize-Pullover und einer Strumpfhose. So kommt eventuell ein ganz neuer, ziemlich cooler Look zustande.

 

4. Öfter zu Altbewährtem greifen: Ihr habt ein absolutes Lieblingsoutfit, das ihr total gerne tragt und in dem ihr euch immer pudelwohl und hübsch fühlt? Dann scheut euch nicht, es öfter aus dem Schrank zu ziehen. Freunde und Kollegen könnten denken, ihr habt sonst nichts anzuziehen? Quatsch! So lange es kein quietschbunter Pullover mit einer neonfarbenen Aufschrift ist, wird es kaum jemandem auffallen, wenn ihr öfter mal das Gleiche tragt. Oder wisst ihr etwa noch ganz genau, was die Freundin oder Kollegin gestern getragen hat? Und vorgestern?

 

5. Fotos schießen: Hat euch ein Outfit besonders gut gefallen, schießt am Ende des Tages schnell noch ein Foto davon. Das kann auch eine Handyaufnahme bei schlechtem Licht sein. Hauptsache, ihr könnt bei der nächsten Klamottenkrise durch euer Outfit-Best-of scrollen und einen der gelungenen Looks ganz einfach eins zu eins nachstylen.

 

Habt ihr noch weitere Tipps gegen die „Ich hab nichts anzuziehen“-Krise?
Dann schreibt sie in die Kommentare!

 

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11 comments

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Das sind tolle Tipps. Mich retten dann immer altbewährte Outfits, denn für neue Ideen habe ich dann (meist auf die Schnelle) keinen Kopf.

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Diese Klamottenkrise habe ich auch wirklich regelmäßig! Oft suche ich mir dann ein bestimmtes Kleidungsstück und überlege, wie ich es am besten kombinieren könnte.

Liebe Grüße,
Jana von bezauberndenana.de

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Sehr gute Tipps! Ich glaube, jedem geht es mal so, dass man vor einem Berg Klamotten steht und trotzdem das Gefühl hat, einfach n i c h t s zu finden. Besonders den Tipp mit den Fotos sollte ich endlich mal umsetzen, das könnte wirklich helfen, sich an gute Kombis mehr zu erinnern. :)
Liebe Grüße
Leonie von glowing

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Tolle Tipps, vorallem das mit dem Fotografieren möchte ich endlich mal umsetzen!

Liebe Grüße,
Julia von Juliary

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Ich finde es oft auch hilfreich einfach mal den Kopf auszuschalten und einfach zum dem zu greifen, was einem als erstes in Kopf kommt. Keine Gedanken darüber machen was mit wem passt oder nicht. Spontane Outfits können manchmal echte Highlights sein. :)

Liebe Grüße, Bella
http://kessebolleblog.blogspot.de

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Der Post ist wirklich klasse – ich kenne solche Krisen nur zu gut :D

Laura | http://www.misspoupette.de

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Toller Post und sehr gute Tipps!

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Deine Tipps sind wirklich klasse. Ich stehe auch oft genug vor meinen Kleiderschrank & weiß nicht was ich anziehen soll, obwohl er mehr als prall gefüllt ist!
Bei mir kannst du übrigens gerade eine Urban Decay Palette gewinnen.

Sophie♥

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Ich habe auch fertige Outfits in meinem Kleiderschrank. Das ist vielleicht ein weiterer Tipp. Das kennst Du bestimmt, es gibt diese Bluse, die nur zu diesem einem Rock passt und die Strickjacke, die Du schon aussortieren solltest, aber mit dem einen Kleid ein perfektes Outfit macht. Solche Outfits habe ich schon fertig im Schrank zu hängen. Außerdem habe ich vier Bügel auf denen ich für stressige Wochen Outfits vorbereite. Schau mal: http://www.angelofberlin.com/2014/07/organises-her-outfits.html Das ist ein simpler Strick der mir als Nicht-Morgenmensch, das Leben so viel einfacher macht.

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Das ist auch ein toller Tipp! Muss ich mal ausprobieren :-)

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Ein sehr gut geschriebener Beitrag ! Diese Tipps sind wirklich hilfreich. Das Beitragsbild gefällt mir auch sehr gut.
Liebste Grüße
Marie

http://www.whatiwearinlondon.com

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