Es gibt unzählige gut gemeinte Ratschläge rund ums Shoppen und den eigenen Kleiderschrank. Sollte man für jedes neu gekaufte Teil ein altes wegwerfen? Oder alle Kleidungsstücke, die man länger als ein Jahr nicht getragen hat, gnadenlos ausmisten? Sollte man in teure, hochwertige Basics investieren (Jeans, schwarze Hose, weißes Shirt, schlichter Cardigan, Lederstiefel) und den Rest des Kleiderschranks mit günstigen Trend-Pieces füllen? Mehr nachhaltige Marken unterstützen? Oder nur noch Made in Germany kaufen?

 

Ehrlich gesagt habe ich bislang noch nicht den richtigen Tipp für mich gefunden. Ich miste hin und wieder aus, kaufe auch mal ein Teil über 100 Euro, wenn ich das Gefühl habe, dass es sein Geld wert ist, komme aber auch nicht umhin, bei Primark oder H&M mal ein paar Schnäppchen einzutüten. Vielleicht wird sich mein Shopping-Verhalten aber in Zukunft ändern. Denn in einem Artikel habe ich vor kurzem von der Ein-Drittel-Regel erfahren, die Buchautorin Vicky Oliver erfunden hat. Die besagt, man soll drei Mal weniger neue Teile kaufen, dafür aber für jedes neue Kleidungsstück drei Mal mehr Geld ausgeben.

 

Statt drei günstige Shirts für 15 Euro also lieber eines für 45 Euro kaufen. Sich statt drei Taschen für 30 Euro lieber eine für fast 100 Euro gönnen. So wird der Kleiderschrank zwar nicht überquillen, wir werden aber mehr hochwertige Kleidungsstücke haben, an denen wir mitunter länger unsere Freude haben. Denn ganz ehrlich, von drei billigen H&M-Shirts wandern nach einem Jahr ohnehin zwei in den Müll, weil sie eingegangen oder ausgebleicht sind oder kleine Löcher bekommen haben. Und wie viele Kleider haben wir schon eben mal schnell geshoppt, weil sie ein echtes Schnäppchen waren, und dann höchstens ein Mal getragen …

 

In ihrem Buch „Live Like a Millionaire (Without Having to Be One)“ gibt Autorin Vicky Oliver Tipps, wie man auf andere reich wirkt, ohne es zu sein, und schlägt sogar vor: „Kauf dir einen 2.000 Dollar teuren Anzug und trag ihn ununterbrochen, wenn es sein muss. Aber verschwende keinen Penny für Trend-Pieces und Impulskäufe.“ So weit würde ich ehrlich gesagt nicht gehen. Denn ich mag es, trendige Teile zu shoppen, auch wenn ich schon beim Kauf weiß, dass der Trend nicht ewig halten wird. Trotzdem: Die 1/3-Regel will ich auf jeden Fall bei künftigen Shopping-Touren im Hinterkopf behalten.

 

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Kleid: AvantgarDenim by European Culture

Tasche: Meier

Armband: unbekannt

Strumpfhose: Item m6

Schuhe: Donna Più

Lippen: Maybelline – Color Sensational Creamy Matt – Magnetic Magenta

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17 comments

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wow …so ein wunderschönes, strahlendes Blau
lg tina

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Eine schöne Regel und ein tolles Outfit.

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Liebe Annie,
das ist wieder ein ganz bezauberndes Outfit.
Von der 1/3-Regel hab ich auch schon gehört und sie erscheint mir durchaus Wert in Betracht gezogen zu werden. Zumal wenn der Kleiderschrank schon üppig gefüllt ist. Sie setzt aber voraus, dass man sich nicht zu Spontankäufen verleiten läßt. Daran arbeite ich noch :-).
Lieben Gruß
Sabine

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Das klingt wirklich nach einer interessanten Regel, ist ja etwas angelehnt an das „Investiere in gute Basics“, denn ich denke, darauf könnte es letztlich hinauslaufen. Aber ich denke, das ist auf jeden Fall eine gute Strategie, die werde ich im Hinterkopf behalten. :)
Liebe Grüße
Leonie von glowing

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ein tolles post und die bilder sind mal wieder absolut grandios geworden :)
liebe sonntagsgrüße!

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Der Tipp klingt sehr interessant. Darüber kann man durchaus mal nachdenken.
Viele Grüße Bianca

http://ladyandmum.blogspot.de

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Eine süße Jeanskombi :) Den Tipp finde ich sehr spannend, allerdings frage ich mich oft: woher erkenne ich denn, ob das Top für 50 € denn tatsächlich eine bessere Qualität hat als das für 15 €?

Liebe Grüße
Deine Romi
von http://www.romistyle.de

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Das stimmt, liebe Romi, das ist auch oft mein Problem. Nur weil es teurer ist, muss es nicht gleich besser sein. Und ob der Mehrwert auch für fairere Arbeitsbedingungen steht, ist leider auch nicht gesagt.

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Mir geht es da wie Dir. Ich habe für mich noch keine Pauschallösung gefunden. Gerade habe ich Herbst und Sommer Sachen aus dem Kleiderschrank verbannt und muss alles was noch drin ist, anziehen. Was ich bis zum 1.4. nicht anhatte, geht. Bis dahin darf ich auch nicht shoppen. Ich kaufe viel bei H&M aber auch beim deutlich teureren Hallhuber. Allerdings muss ich sagen, dass meine H&M Teile, die ich teilweise für 5€ im Sale gekauft habe schon teilweise mehr als 7 Jahre in meinem Kleiderschrank sind und jede Saison angezogen werden. Deswegen kann ich das Mantra „Mehr ausgeben“ nur bedingt unterschreiben. Allerdings habe ich z.B. eine Vielzahl von Handtaschen verkauft und mir dafür für jeden Anlass eine hochwertige Michael Kors gekauft. Da ich jetzt eh nur noch die benutzte, fiel es mir leicht, den Rest gehen zu lassen. In Sachen Kleidung habe ich für mich erkannt, bzw. versuch ich zu erkennen, was ich an meinen Lieblingsteilen mag, um die Fehlkäufe zu reduzieren. Ich trage zum Beispiel gern längere Oberteile, die über den Po gehen und bevorzuge Modal als Material, weil es so schön weich ist und fließend fällt. Harte Stoffe oder Dinge die man Bügeln muss, brauch ich gar nicht zu kaufen, denn morgens fühle ich mich darin nicht wohl und bügeln tue ich nie.

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Du hast Recht, es ist wirklich gut zu wissen, was einem steht und was man gerne auf der Haut trägt. Ich habe zum Beispiel einige Blusen aus 100% Polyester, die ich mittlerweile gar nicht mehr tragen mag. Wenn ich jetzt ein Polyester-Top im Laden hängen sehe, mache ich absichtlich einen Bogen rum, so schön es auch aussieht ;-) Sonst hängt es am Ende eh wieder nur im Schrank rum.

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Eine interessante Regel, die behalte ich mir auf jeden Fall mal im Hinterkopf! Prinzipiell ist es auf jeden Fall richtig, lieber in Dinge zu investieren die man auch tatsächlich immer trägt als nur in Trend Pieces aus dem Sale! Bin mir nur nicht sicher, ob das dann immer gleich so teuer sein muss!

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Liebe Anni,

ich finde die Idee wirklich super! So ähnlich mache ich es nämlich auch. Naja, fast. Was mir wirklich geholfen hat mein Shopping Verhalten zu ändern war mein Shopping Verbot die letzten 7 Monate. Ich habe dies wirklich knallhart durchgezogen und genauestens darauf geachtet welche Teile ich trage, in welchen ich mich wohlfühle. Und welche die 7 Monate ohne Löcher, abgewetzte Absätze und ausgebleichte Knie aushalten. Und da mit mein Shopping Verbot wirklich gut getan hat, ich plötzlich super viel Zeit und Geld hatte, habe ich mir überlegt dieses Jahr meine ganz eigene Shopping Challenge aufhalse. Ich möchte in 2016 nur in 8 Teile investieren. Am allerbesten natürlich in Sachen, die ich wirklich brauche – zum Beispiel, schwarze Loafers aus Lackleder mit einer Broschen Applikation. Und bei den Sachen die ich brauche bin ich wirklich so spezifisch wie möglich. Ich brauche nicht einfach ein Shirt sondern ein hellgraues Shirt mit V Ausschnitt und kurzen Ärmeln aus einem Baumwoll oder Leinenstoff, das nicht durchsichtig ist. Und so glaube ich könnte man sein Shopping Verhalten wirklich optimieren. Klar halte ich mir auch Plätze frei für unüberlegte Investitionen, in die man sich Hals über Kopf verliebt. Aber, ich bin auch der Meinung, dass es sich wirklich lohnt 3 x mal als normal auszugeben, wenn die Qualität stimmt. 200€ für eine Plastikbluse würde ich nämlich trotzdem nicht bezahlen :) Danke für diesen etwas anderen Denkanstoß!

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Liebe Patricia, deine Challenge klingt wirklich interessant und gar nicht so einfach! Ich hoffe, du berichtest darüber und hältst uns auf dem Laufenden, wie es klappt. Eine strikte Shopping-Pause von mehreren Monaten finde ich auch nicht schlecht. Dadurch entdeckt man den eigenen Kleiderschrank wieder neu – und all die schönen Sachen, in die man sich irgendwann mal im Laden verliebt hat und die dann aus welchem Grund auch immer im Schrank einstauben.

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Von der Regel habe ich zum ersten Mal gehört, klingt aber interessant. Ich habe die Angewohnheit bei Schnäppchen schnell mal etwas zu kaufen, was mir im Nachhinein gar nicht wirklich gefällt. Dafür reiße ich mich bei teuren Sachen zusammen, weil ich denke, dass ich diesen Monat doch schon so viel gekauft habe.

Liebe Grüße,
Jana von bezauberndenana.de

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Ich möchte mein Kaufverhalten seit einiger Zeit umstellen. Der Sale macht aber ehrlich gesagt schon wieder alles zu Nichte. Am Ende ärgere ich mich natürlich sehr.

Deine Schuhe gefallen mir sehr gut. :-)

Liebe Grüße, Bella
http://kessebolleblog.blogspot.de

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Liebe Annie,
die 1/3-Regel finde ich gut. Ich versuche generell weniger Teile zu kaufen, dafür aber Sachen, die ich wirklich brauche (z.B. eine Regenjacke) oder die ich wirklich schon lange haben möchte (Dafür hilft eine kleine Liste. Dabei sollte man aber natürlich schon ehrlich zu sich selbst sein ;) ). Meiner Meinung nach geht es aber nicht immer zwangsläufig darum mehr Geld auszugeben, denn es stimmt leider tatsächlich, dass nicht der Preis über Qualität und faire Arbeitsbedingungen entscheidet.
Trotzdem bleibe natürlich auch ich von „muss ich unbedingt haben“ Gedanken im Laden nicht verschont. Ich habe da eine Regel gefunden, die für mich gut fuktioniert: das Teil nicht sofort kaufen, sondern mindestens einmal um den Block laufen, oder sogar bis zum nächsten Tag warten und dann nochmal genau überlegen, ob ich das Teil wirklich so toll finde und unbedingt brauche. Mit etwas Abstand betrachtet verliert es nämlich oft seinen Reiz. Manchmal habe ich dann natürlich auch Pech und das Teil ist nicht mehr da, wenn ich mich dann doch für einen Kauf entschieden habe. Dann bin ich zwar anfangs oft etwas traurig und ärgere mich, dass ich es nicht sofort gekauft habe, aber im nachhinein ist es dann doch auch schnell wieder vergessen. Denn seien wir mal ehrlich: wirklich brauchen tun wir doch das wenigste.

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Hi Tini! Das stimmt, im ersten Moment blöd, aber ganz so tragisch ist es dann meist doch nicht, wenn das Teil nicht mehr da ist ;-)

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