Unser Handy nehmen wir überall hin mit – manchmal sogar aufs Klo. Morgens geht der erste Griff zum Handy, wenn der Alarm klingelt. Abends beendet ein letzter Blick aufs Display den Tag, um noch die letzten Nachrichten zu lesen und den Wecker zu checken. Morgens wache ich mit rund fünf neuen Mails und der ein oder anderen WhatsApp-Nachricht auf. Auf welchen Verteilern bin ich da eigentlich schon wieder gelandet, frage ich mich, obwohl ich schwören könnte, den Haken an der richtigen Stelle gesetzt zu haben … Wahrscheinlich lauten die Formulierungen mittlerweile: „Wollen Sie nicht keinen Newsletter abonnieren?“

 

Im Bad laufen dann beim Schminken die neusten Snapchat-Storys im Hintergrund, beim Frühstück scrolle ich durch die aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Wenn ich auf dem Fahrrad sitze auf dem Weg zur Arbeit, hat das Handy Verschnaufpause. Im Büro liegt es dann neben mir auf dem Tisch, die Hand greift wie von selbst immer wieder danach. Meist blinkt schon nach ein paar Minuten wieder eine neue Nachricht auf: eine Pressemitteilung, eine Info von Instagram, ein Newsletter von irgendeinem omiösen Verteiler. Nichts, was die Welt bewegt. Trotzdem folgt der nächste Blick aufs Display kurze Zeit später. Instinktiv. Es könnte ja doch was Wichtiges angekommen sein.

 

Ich will gar nicht wissen, wie viel Zeit ich pro Tag damit verbringe, das Display einfach nur an- und auszuschalten, unnötige Nachrichten zu löschen, Meldungen von Apps zur Seite zu wischen und Mails an- und sofort wieder wegzuklicken. Natürlich bin ich froh, immer und überall erreichbar zu sein. Weil ich mittlerweile auch von allen anderen erwarte, dass ich sie immer und überall erreichen kann.

 

Ich bin wahrscheinlich das, was man handysüchtig nennt – wie Millionen andere – obwohl noch viel Luft nach oben ist. Den externen Akku immer dabei, das Datenvolumen seit kurzem verdoppelt, weil es zuvor schon vor Monatsmitte aufgebraucht war. Trotzdem: Einen Tag ohne Handy würde ich nicht unbedingt freiwillig einlegen, ihn aber definitiv überstehen. Vor ein paar Wochen habe ich morgens das Handy Zuhause vergessen. Wie zu erwarten ein komisches Gefühl. Doch ich bekam keine Schweißausbrüche, keine zitternden Hände oder andere Entzugserscheinungen. Zugegeben, dank Skype, Facebook und E-Mail-Postfach auf dem Rechner musste ich es nicht wirklich ohne soziale Kontakte auskommen. Trotzdem war es auch mal ganz angenehm, die konditionierte Handyhand zu schonen – und abends festzustellen, dass die Welt trotz einiger verpasster Nachrichten nicht untergegangen war. Wie ist das bei euch? Braucht ihr euer Handy ständig bei euch oder könntet ihr auch mal einen Tag ohne es verbringen?

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15 comments

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wow great post
http://carrieslifestyle.com

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Sehe es so ähnlich wie du – ich könnte es zwar gut einen Tag ohne Handy aushalten, möchte dies aber nicht unbedingt :D. Einen externen Akku habe ich nicht dabei, deshalb kam es schon ab und zu vor, dass der unterwegs leer ging. Da musste ich dann tatsächlich mal auf meine Armbanduhr schauen. Komischerweise gucke ich nämlich immer aufs Handy, haha.

Liebe Grüße
Priscilla

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Ich kann auch mal gut ohne Handy. Es gibt Wochentage wie Sonntags, da mach ich es erst gegen Nachmittag an. Ich benutze auch noch ganz altmodisch einen normalen Wecker, schalte das Smartphone abends aus und vorm Schlafen gehen lese ich lieber ein Buch. Ich versuche das alles in Grenzen zu halten.
Liebe Grüße
Sarah

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Als Bloggerin verbringe ich sehr viiiel Zeit am Handy. Im Laufe eines Tages gibt es viel zu tun: Snapchat Story erstellen, Instagram-, Facebook,- Twitter Posts machen, auf Pinterest Pins pinnen, Mails checken, … . Dazu kommen noch private Dinge, wie auf Nachrichten von Freunden antworten, Familie anrufen, Laufen gehen mit Runtastic, Musik hören und Filme schauen, … . Mein Handy ist (fast) immer im Dauereinsatz. Einmal die Woche gönne ich mir aber eine Handypause. An diesem Tag wird das Handy nur morgens und abends gecheckt. :)
Ganz liebe Grüße, Leni
http://www.theblondejourney.com/

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Sehr interessanter Beitrag. Ich muss sagen, ich könnte theoretisch auch mal ohne Handy, aber nur wenn es gar nicht anders geht. Ansich brauche ich es für ungefähr alles: Google Maps, für Kontakte zu Freunden, zum Zeitvertreib und zum Musik hören. :D
Trotzdem mache ich manchmal zumindest WLAN aus, um mich auf das reale Leben zu konzentrieren, weil wenn es vibriert, gehe ich dann doch immer wieder dran weil ich so neugierig bin. :D

Viele Grüße
Madeleine
http://maracujabluete.com/

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wahrscheinlich nicht ;)
aber gehöre definitiv auch zu der Kategorie Smartphone-User, die nicht JEDE App installiert hat (BlackBerry-Kompatibilität sei Dank ;) ) und die das Ding auch gut und gerne mal beiseite legt, wenn es zu stressig wird!

❤ Tina
https://liebewasist.wordpress.com/
https://www.instagram.com/liebewasist/

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Leider geht es mir da ganz ähnlich, manchmal wäre es auch ganz schön ohne Handy!

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Mir geht es wie dir, ich denke auch, ich bin handysüchtig. Klar kann ich auch ohne, wenn ich es tatsächlich mal vergesse, aber meist habe ich es bei mir und verbringe sehr viel Zeit damit. Die ständige Erreichbarkeit stört mich nicht, viel mehr aber die viele Zeit, die dafür teilweise sinnlos draufgeht und dann für andere Dinge fehlt. Schon oft hab ich mir deshalb vorgenommen, den Handykonsum zu reduzieren, aber es will nicht so recht klappen…

Liebe Grüße
Kathrin
https://loveisallyouneed19.wordpress.com

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liebe annie, das ist eine sehr gute frage und ich schäme mich fast zu sagen, dass ich das handy überall mit hinnehme!
ich wünsche dir einen guten start in die woche!

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Sehe es wie du :)
Ich bin auch handysüchtig geworden, wobei vor allem Instagram und Snapchat meine Aufmerksamkeit rauben. Ich glaube kaum, dass ich einen Tag ohne mein Handy aushalten könnte, denn vielleicht erreicht mich ja was wichtiges.
xx Katha
showthestyle.blogspot.com

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Ich merke dass die besten Gespräche und Momente waren ohne Handy. Es ist aber doch eine Bereicherung irgendwie. Ein Leben ohne Handy könne wirklich die wenigsten nachvollziehen.Ich bin froh dass meine Teenie Zeit ohne smartphone war. Gott bewahre was ich da alles veröffentlicht hätte!

Chiara

http://www.culturewithcoco.com

http://www.instagram.com/culturewithcoco

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Wie wahr! Ich glaube, man muss sich mittlerweile schon bewusst eine Auszeit vom Smartphone nehmen. Ich ertappe mich auch sehr oft dabei, wie ich ständig wieder den IG Feed aktualisiere oder nach neuen Snaps schaue. Gruselig! Aber Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, oder wie sagt man?
Katharina ktinka.com

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Ich kann Tage ohne Handy sein. In Barcelona habe ich es nur für Bilder genutzt bzw. in der Wohnung natürlich auch das Wlan, aber im Urlaub kann ich sehr gut ohne sein. Ansonsten brauche ich mein Handy auf der Arbeit auch eher selten. Es geht sicher ohne, aber es muss ja nicht. Bei IG schaue ich zwischendurch immer wieder gerne rein als hinterher stundenlang zu scrollen. Als Sucht würde ich es nicht bezeichnen…

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Ich bin teilweise sogar ganz froh, wenn ich einfach mal für mehrere Stunden nicht aufs Handy schauen kann. Denn sonst schaue ich auch alle paar Minuten drauf, checke meine Mails, öffne kurz Instagram oder beantworte eine Nachricht bei WhatsApp.
Einen Tag ohne Handy würde ich auf jeden Fall schaffen, trotzdem ist es immer ein komisches Gefühl, wenn man mal ohne Handy unterwegs ist.

Liebe Grüße,
Jana von bezauberndenana.de

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Ich muss schon zugeben, dass ich mein Handy immer dabei habe und am Tag auch viel zu viel Zeit damit verbringe. Ich denke aber auch, dass bei mir noch viel Luft nach oben ist – wenn ich z.B etwas mit Freunden unternehme schaue ich nur selten aufs Handy oder wenn ich zum Essen verabredet bin bleibt es auch in der Tasche.
Letztes Jahr war ich drei Wochen in Urlaub und hatte dort weder mobile Daten noch Wlan, was für die drei Wochen auch gut funktioniert hat – so ganz darauf verzichten könnte ich aber echt nicht mehr.

Wenn du magst, schau doch gerne mal auf meinem Blog vorbei: http://nilooorac.com/

Liebe Grüße

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